Die Geschichte des Striptease

Die westliche Form des Striptease entwickelte sich aus exotischen Tänzen, die meistens einen religiösen Ursprung haben. Im Hinduismus war es der Schlangentanz, bei den Ägyptern der Fruchtbarkeitstanz und aus dem arabischen Raum sind uns der Bauch- und der Schleiertanz bekannt.
Bei der Weltausstellung 1899 in Paris erregt Little Egypt mit ihrem Bauchtanz Aufsehen und inspiriert westliche Tänzerinnen. In Brasilien füllt die Schlangentänzerin Luz do Fuego ganze Fußballstadien.

Das Wort Striptease wird 1916 erstmals von den Minsky Brüdern erwähnt, die in Amerika bis zur Hochblüte dieser Tanzform in den 50er und 60er-Jahren die meisten Burlesque-Theater besitzen. In Europa ist Paris mit den bekannten Revuetheatern Folies Berge`re, Moulin Rouge und Crazy Horse die Hochburg der Stripshows.
Ihre Stars sind Josephine Baker, Tempest Storm und Betty Page.
Es sind starke Frauen, die auf ihre sexuelle Ausstrahlungskraft stolz sind. Trotz der Faszination die sie auf ihr Publikum ausüben, grenzt man sie aus, unterwirft sie der Zensur und verweigert ihnen die Anerkennung als Künstlerin.

In unserer Zeit, in der alle Hüllen sofort fantasielos fallen, steigt das Interesse an der kunstvollen Entkleidung wieder. Moderne Burlesquetänzerinnen wie Dita von Teese bekommen Anerkennung und halten Einzug in die Gesellschaft der Prominenten. Sie sind Göttinnen des Sex und zugleich sexuelle Objekte.

Die erotische Entkleidung lebt von Sexappeal, Ausstrahlung und Fantasie. Sie gibt ein sinnliches Versprechen, das durch den nackten Körper niemals eingelöst werden kann.